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Tag 3: Heiliger Dienstag



Heiliger Dienstag - Plan Eins: Seine Gottheit herausfordern

Die Bedeutung des Heiligen Dienstags ist nicht leicht zu begreifen. An einem einzigen Tag würde Jesus gleichzeitig die religiösen Autoritäten verurteilen und seine Gottheit bestätigen. Die Reinigung des Tempels am Ostermontag veranlasste die Pharisäer, Jesu Recht, "diese Dinge" zu tun, in Frage zu stellen. Jesus hatte seine Autorität nicht von den religiösen Führern erhalten ... also wollten sie Antworten.


Sie versuchten, Jesus zu zwingen, zu erklären, dass er göttliche Macht von Gott hatte. Dann könnte er der Gotteslästerung angeklagt und sogar verhaftet werden. Da Jesus ihre Motive kannte, willigte er ein, ihre Fragen zu beantworten, wenn sie zuerst die Frage beantworteten, ob das Wirken von Johannes dem Täufer menschlich oder göttlich war. Wenn es göttlich war, bestätigte die Verkündigung des Johannes Jesus als göttlich. Wenn es menschlich war, würden diejenigen, die Johannes folgten, aufbegehren. Es lag in der Verantwortung des Sanhedrins, den Unterschied zwischen wahren und falschen Propheten zu kennen, doch sie gaben beschämt zu, dass sie es nicht wussten. Deshalb antwortete Jesus nicht auf ihre Frage (Matthäus 21:23-27; Markus 11:27-33).



Heiliger Dienstag- Plan zwei: Seine Macht anzweifeln

Am Heiligen Dienstag eskalierten die Verschwörungen, Jesus eine Falle zu stellen. Die religiösen Führer Israels hatten nur ein Ziel: Jesus von Nazareth loszuwerden. Wenn dies bedeutete, mit einem lebenslangen Feind zusammenzuarbeiten, war ihnen jedes Mittel recht. So schlossen sich die Pharisäer - die sich gegen Rom und dessen Einmischung in die jüdische Lebensweise wehrten - und die Herodianer, Anhänger von Herodes dem Großen, zusammen. Selbst die Sadduzäer - religiöse Liberale, die eine Auferstehung, Engel oder Geister leugneten - versuchten, Jesus zu diskreditieren. Diesmal blieb Jesus nicht stumm:


Tribut an den Kaiser (Matthäus 22:15-22) - Jesus war sich ihrer Heuchelei bewusst und erinnerte die Pharisäer und Herodianer daran, wem die Autorität gehört. Der Mensch hat sowohl in politischen als auch in geistlichen Angelegenheiten Verantwortung.

Heirat bei der Auferstehung (Markus 12:18-27) - Als Antwort auf ihre fiktive Geschichte von sieben Brüdern enthüllte Jesus die Unkenntnis der Sadduzäer über die Heilige Schrift und Gottes Macht, den Tod zu überwinden und Leben zu geben.

Wessen Sohn ist Christus (Matthäus 22:41-46) - Jesus stellte die Pharisäer zur Frage, ob der Messias aus dem Geschlecht Davids stamme. Entgegen der Behauptung der Pharisäer, er sei ein menschlicher Sohn Davids, zitierte Jesus Psalm 110 in dem David ihm Gottheit zuschreibt.


Der Herr sprach zu meinem Herrn: setze dich mir zur Rechten, bis ich dir deine Feinde unter die Füsse lege

Jesus warnte die Menschenmenge und die Jünger vor der Heuchelei und dem Unglauben der religiösen Führer des Landes. Jesus sprach sieben Verwerfungen ("Wehe") aus, die sich gegen die falsche, Gott verabscheuende Religion richteten (Matthäus 23,13-33). Die Zahl 7 symbolisiert "alle","komplett". Als ein mosaischer Gesetzesexperte geschickt wurde, um Jesus über das größte Gebot zu befragen, fasste Jesus die gesamten Zehn Gebote schnell in zwei Punkten zusammen. Das Alte Testament hat diese beiden Punkte festgelegt: Die Liebe zu Gott und die Liebe zu den anderen, die nach Gottes Ebenbild geschaffen sind (Matthäus 22:34-40).


Heiliger Dienstag - Plan drei: Vorbereitet sein

Wie schmerzhaft muss dieser Dienstag gewesen sein, dass Jesus seine letzte Klage über die Stadt Jerusalem aussprach (Johannes 12,37-40). Schon vor seiner Kreuzigung wurde Jesu Herz von Israels Unglauben durchbohrt. Ihr Versagen, seine Gottheit anzuerkennen, ließ das Volk unvorbereitet zurück. Die Trauer des Volkes Israel würde groß sein (Sacharja 12:10-11). Bald würde der Tempel zerstört werden und Jerusalem mit ihm.


10 Doch über das Haus David und über die Einwohner Jerusalems werde ich einen Geist des Mitleids und des flehentlichen Bittens ausgießen. Und sie werden auf mich blicken, auf ihn, den sie durchbohrt haben. Sie werden um ihn klagen, wie bei der Klage um den Einzigen; sie werden bitter um ihn weinen, wie man um den Erstgeborenen weint.11 An jenem Tag wird die Klage in Jerusalem so groß sein wie die Klage um Hadad-Rimmon in der Ebene von Megiddo.

Als Jesus den Tempel verließ, stellten seine Jünger zwei Fragen: "Wann wird das geschehen [die Zerstörung des Tempels], und was wird das Zeichen deines Kommens und des Endes des Zeitalters sein?" Dies war der Anlass für die prophetische Ölbergrede Jesu, die in Matthäus 24-25 zu finden ist. Er beantwortete nicht nur ihre Fragen, sondern erteilte auch praktische Lektionen für diejenigen, die in dieser Zeit leben werden, und ermutigte sie, treu, wachsam und vorbereitet zu sein. Diese Lektionen sind für alle Gläubigen relevant - in jedem Zeitalter.




Ansicht von Jerusalem mit dem Ölbergfriedhof im Vordergrund.


Hier die Date mit den Schriftauszügen. Heute ist ein Paralellstudium nicht wirklich möglich, da mehrheitlich Matthäus über diesen Tag berichtete.

Tag 3
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